Die Levitra Schmelztablette wird unter die Zunge gelegt und zerschmielzt dort in Sekunden schnelle. Die Wirkung tritt daher auch schon nach etwa 15 bis 20 Minuten ein. Ideal für spontanten Gebrauch.



Levitra Schmelztablette Fachinformation

Wirkstoff: Vardenafil
Hersteller: Bayer Schering Pharma AG

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Die medikamentöse Behandlung von Impotenz (erektile Dysfunktion) erfolgt durch den Wirkstoff Vardenafil.

Impotenz kann vielfältige Ursachen haben. Daher ist es unumgänglich ärztlichen Rat aufzusuchen, um die Ursache zu klären und die richtige Behandlung zu wählen. Impotenz tritt bei Männern in jedem Alter auf. Es kann ein Frühwarnzeichen für Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck sein. Dies ist bei Männern über 50 Jahren häufig der Fall. Eine Behandlung dieser beginnenden Erkrankungen führt meist zur Heilung des Potenzproblems. Bei jüngeren Männern liegen oft keine körperlichen Ursachen vor, hier gelten psychische Probleme als Auslöser.
Impotenz ist eine Sexualstörung, bei der es dem Mann nicht möglich ist, eine Erektion zu bekommen beziehungsweise aufrecht zu erhalten. Eine Erektion entsteht durch Anschwellen des Schwellkörpers. Hierbei fließen große Mengen Blut durch die erweiterten Arterien in den Penis hinein. Wenn dabei die umliegende Muskulatur nicht erschlafft, kommt es zur erektilen Dysfunktion.

Der Körper produziert bei sexueller Stimulation den Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO). Dieser führt zur Aktivierung eines zweiten Botenstoffes, welches cGMP genannt wird. Durch das cGMP erschlaffen die Muskelzellen im Schwellkörper. Dadurch wird ein rascher Blutfluss und somit die Erektion ermöglicht. Später wird das cGMP über das Enzym Phosphodiesterase 5 (PDE-5) abgebaut, die Erektion endet.

Bei Männern, die an erektiler Dysfunktion leiden, wirkt Vardenafil indem es das Enzym Phosphodiesterase 5 blockiert. Dadurch bleibt mehr CGMP im Umlauf, was die Muskelentspannung verstärkt. Die Erektion wird verbessert. Da Vardenafil keine luststeigernde Wirkung besitzt, wirkt es nur bei sexuell erregten Männern.

Männer nehmen eine Tablette ietwa 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr. Die Wirkung selbst tritt dann recht schnell ein. Durch die lange Wirkdauer von 5 Stunden wird auch spontaner Geschlechtsverkehr ermöglicht.


Anwendungsgebiete

- Impotenz (erektile Dysfunktion)
- zugelassen für erwachsene Männer


Nebenwirkungen

Nebenwirkungen können auftreten, müssen aber nicht. Es empfiehlt sich bei Unklarheiten einen Arzt oder Apotheker zu befragen. Teilweise können Allergien auftreten, in diesem Fall kontaktieren Sie zur Sicherheit Ihren behandelnden Arzt.
Nebenwirkungen von Vardenafil können sein:
- Sehr häufig: Kopfschmerzen
- Häufig: Schwindel, Flush (Hautrötung, die schubweise vor allem am Oberkörper und im Gesicht auftritt), verstopfte Nase und Verdauungsbeschwerden
- Gelegentlich: unter anderem Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Empfindungsstörungen, Sehstörungen, Tinnitus, Herzklopfen, Atemprobleme, Magenentzündung, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Rückenschmerzen


Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

Das Medikament darf nicht eingenommen werden:
- wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments besteht
- bei gleichzeitiger Anwendung von Nitraten (Herzmittel) oder anderen Substanzen, die die Stickstoffmonoxid-Konzentration erhöhen (wie Amylnitrit)
- wenn der Patient an einer Sehnerv-Schädigung (genauer: aufgrund einer sogenannten "nicht arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie") leidet und auf einem Auge erblindet ist
- wenn der Patient an einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung wie instabiler Angina pectoris oder schwerer Herzschwäche leidet und der Arzt ihm von sexuellen Aktivitäten abgeraten hat.
- bei schwerer Leberschwäche
- im Endstadium einer Nierenfunktionsstörung, die eine Blutwäsche (Dialyse) notwendig macht
- bei niedrigem Blutdruck
- wenn innerhalb der letzten sechs Monate ein Schlaganfall oder Herzinfarkt aufgetreten ist
- bei erblich bedingten Erkrankungen der Netzhaut (Retina), bei der Funktion und Strukturen der Zellen nach und nach zerstört werden
Eine gleichzeitige Einnahme von Vardenafil in Verbindung mit Antipilzmitteln und starken CYP3A4-Hemmern wie Itraconazol und Ketoconazol, besonders in oraler Form, ist nicht zu empfehlen. Dies gilt besonders für Männer über 75 Jahre.
Vardenafil darf auch nicht in Verbindung mit HIV Protease-Hemmern wie Ritonavir und Indinavir eingenommen werden.

Packungsgrößen

Schmelztabletten mit jeweils 10 mg Vardenafil


Wechselwirkungen

Folgende Wechselwirkungen sind bei der Wirkung von Vardenafil auf andere Medikamente bekannt:
Eine gleichzeitige Einnahme mit blutdrucksenkenden Mitteln wie Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (Herz-Kreislauf-Medikamente) ist zu vermeiden, da Vardenafil die Wirkung dieser Medikamente steigern kann, was im schlimmsten Fall zu einem Blutdruckabfall führt.
Patienten, die aufgrung einer gutartigen Prostatavergrößerung Tamsulosin oder Terazosin benötigen, gilt: Die Einnahme von Vardenafil sollte ärztlich überwacht werden und keinesfalls erfolgen, wenn der Patient nicht stabil auf die Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie eingestellt ist.
Folgende Wechselwirkungen sind bei der Wirkung anderer Arzneimittel auf Vardenafil bekannt:
Arzneimittel, die die Enzyme CYP3A4, CYP3A5 oder CYP2C hemmen, beeinträchtigen die Verbreitung von Vardenafil im Körper. Eine gleichzeitige Einnahme mit zum Beispiel Antipilzmitteln wie Itraconazol und Ketoconazol ist deshalb uneffektiv. (Männer über 75 Jahren dürfen diese Medikamente generell nicht in Verbindung mit Vardenafil einnehmen). Aber auch Grapefruitsaft ist ein schwacher CYP3A4-Hemmer. Dieser steigert den Vardenafil-Spiegel im Blut geringfügig.

Schwangerschaft Stillzeit

Vardenafil ist nicht für Frauen geeignet


Warnhinweise:

- Die Einnahme von Medikamenten gegen Impotenz setzt eine ausführliche Beratung und medizinische Untersuchung durch den Arzt voraus. Hierbei sind die Ursachen der Erkrankung abzuklären und die Diagnose zu sichern.
- Patienten mit Herzerkrankungen reagieren mitunter empfindlich auf Substanzen wie Vardenafil, da diese die Gefäße erweitern. Betroffen sind vor allem Patienten, bei denen der Blutausstrom aus der linken Herzkammer, zum Beispiel wegen einer Verengung der Aorta (Hauptschlagader), behindert ist. Deshalb sollte der Herz-Kreislauf Status vor Beginn der Behandlung gewissenhaft kontrolliert und festgehalten werden.
- Eine gleichzeitige Einnahme von Levitra® Schmelztabletten und Levitra® Filmtabletten sollte vermieden werden, da deren Wirksamkeit in Kombination nicht untersucht wurde.
- Bei älteren Patienten ist auf die Dosis zu achten. Bei Männern über 65 Jahren kann die Maximaldosis zu Unverträglichkeiten führen. Hier ist eine geringere Dosis angezeigt.
- Sollten plötzlich Sehstörungen auftreten, ist das Medikament sofort abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen. Solche Sehprobleme traten in Studien im Zusammenhang mit der Einnahme von PDE-5-Hemmern (unter anderem bei der Einnahme von Levitra Tabletten) gelegentlich auf.
- Die Fahrtauglichkeit kann aufgrund von auftretendem Schwindel und oben benannten Sehstörungen eingeschränkt sein. Dies gilt auch für den Umgang und das Bedienen von Maschinen.
- Bei Patienten, die an Blutungsstörungen oder aktiven, Magensäure-bedingten Geschwüren leiden, ist eine vorherige Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den Arzt indiziert.
- Bestandteil der Levitra® Schmelztabletten ist unter anderem Aspartam. Dieser Stoff ist schädlich für Patienten mit Phenylketonurie.
- Ein weiterer Bestandteil ist Sorbitol. Patienten, die an der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz leiden, sollten auf die Einnahme des Medikaments verzichten.


In folgenden Fällen ist besondere Vorsicht bei der Einnahme geboten:

- Der Patient leidet an anatomischen Missbildungen des Penis
- Es sind Erkrankungen vorhanden, die eine Dauererektion (Priapismus) hervorrufen


Levitra Schmelztablette Bilder